Textportrait

Bildende Kunst und Kultur

Pension Organismus

22.03.17 (Konzeptkunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung)

Man hat bisher stets stillschweigend angenommen, daß die degenerativen Veränderungen im alternden menschlichen Organismus auf »natürlichen« Vorgängen beruhen. Beweise für diese Auffassung gibt es allerdings nicht. Die Forschung der nächsten zwanzig Jahre wird im Gegenteil vielleicht die Beweise erbringen, daß die Alterserscheinungen mit äußerlichen Einflüssen zusammenhängen, zu denen möglicherweise auch die Ernährungsweise gehört, und daß die Altersdegeneration durchaus nicht unvermeidlich ist. In der Pension “Organismus” zeigt sich die alternde Gesellschaft auf fragile Weise. Gewiß gibt es auch für diese gegenteilige Auffassung bisher keine Beweise, aber das liegt vielleicht daran, daß man noch gar nicht nach diesen Beweisen gesucht hat. Wenn die Probleme des Krebses und der Herz- und Gefäßkrankheiten einmal gelöst sind, werden konzentrierte Anstrengungen auch in dieser Richtung bestimmt reiche Früchte tragen.

2 Kommentare

  • 1
    Mark Jenzen:

    Langsame und anhaltende Aufwärtsentwicklung oder sensationelle sporadische Fortschritte? In der Medizin müssen wir wie in jedem von der Wissenschaft beherrschten Gebiet beides erwarten.

  • 2
    Marie Zahn:

    spezifisch wirken, sondern ein ganzes Spektrum von Viren erfassen, darunter möglicherweise nützliche Bakteriophagen. Die massive Behandlung mit Antibiotika hat zur tödlichen Infektion mit der gemeinen saprophytischen (auf faulenden Stoffen lebenden) Hefe »Candida« geführt.

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