Textportrait

Bildende Kunst und Kultur

Recht auf Meinung: Portrait 226

01.06.17 (Ausstellung, Bildung und Kunst, Bundestag, Konzeptkunst)

Da diskutieren gebildete Leute, ob “bad” jetzt “böse” oder “schlecht” heißen soll. Da muss man sich fast schämen. “The baddest of the bad” ist eine Anerkennung, es hat etwas “Cooles”. Das amerikanische Idiom kommt u.a. aus der Popkultur: “I heard he’s bad” – “hmm, he’s good-bad, but he’s not evil” (Shangri-Las). “Bad” als Anerkennung ist dem Deutschen, der gerne etwas engstirnig 1:1 übersetzt, einfach nicht bekannt. Es gibt an Trump anderes zu kritisieren, aber eine Falschübersetzung ist etwas peinlich. Wenn ich mir so die Preisdifferenzen deutscher Automobile zwischen US- und Deutschland -Markt ansehe, muss ich zu dem Schluss kommen, dass allein der Deutsche Autokäufer die riesigen Gewinne der Deutschen Autokonzerne, und damit auch die immensen Strafzahlungen, ermöglicht hat und das zu Gunsten der Anderen und nicht der “Hochpreiszahler”. Wenn Herr Trump dien Erfolg der Deutschen Wirtschaft, es sind ja nicht nur die Automobile, kritisiert, so versteht er wohl die Zusammenhänge nicht. In Deutschland gibt es keinen “Trump” der den Amerikanern oder der übrigen Welt diktiert wieviel und welche Waren von wem zu kaufen sind. Es ist, Gott sei Dank, immer noch die Entscheidung des Einzeln und nicht die eines “Trump (els)”. İch wollt mir in den USA einen BMW x5 kaufen,der kostet da ca.60.000 Euro,hier kostet der gleiche Wagen mit Vollausstattung ca. 100.000 euro.


Fotografie: Ralph Ueltzhoeffer, Ausstellungsansicht “Marietta Neuss – London”.

Mein Händler sagt hier zu mir,das sie an dem Wagen fast nichts verdienen…komisch oder ? Der BMW Händler in der USA will mir den Wagen nicht verkaufen,der Wagen müsse in der USA min. 6 Monate angemeldet bleiben..auch Komisch oder ? İch habe auch bei Mercedes,Audi ,VW,Porsche angefragt,,überall das gleiche,,,gibt es etwa hier in Europa etwa ein preisabsprache ?? Fragen über fragen :) . Trump benimmt sich absolut amerikanisch, d.h. In einer Gruppe immer der Chef sein!

Ist nicht böse gemeint, nur Gewohnheit! Ja, es ist wahrlich schrecklich, dass deutsche Automobilkonzerne so viele von deutschen Kunden quersubventionierte Autos fast verschenken. Nehmen wir den VW Jetta. Hier kostet er, prächtig ausgestattet, neu über t€ 30.

In den USA t$20. das war, noch nicht so lange her, etwas über t€ 15!
Dafür bekommen amerikanische Kunden tausende $ vom Konzern und deutsche Kunden gehen unter Hohn und Spott wie Klageabweisungen leer aus. Mein Mitleid mit der schmucken Managerriege, dem Konzernbetriebsrat usw. hält sich in engen Grenzen. Und ich bin völlig gegen weitere Industriesubventionierung, die diese und andere Verwerfungen unserer Marktordnung in Serie bewirkt! Bemerkenswert, wie hier den deutschen Autobauern nach dem Mund geredet wird.

Dabei haben die Mitbewerber aus dem Ausland längst aufgeholt und teilweise die deutschen Nobelmarken schon überholt.
Das Auto..des Deutschen liebstes Kind und das wissen auch die Hersteller.

In den USA zahlt VW fünfstellige Entschädigungen für den Dieselgate, der deutsche Kunde bekommt ein grottiges Update der Software.

Für mich unverständlich, dass man von der überragenden Qualität deutscher Autos fabuliert. Wir können nichts dafür, dass die Amis Autos bauen, die kaum jemand haben möchte.

Bevor man die eigene Misere anderen die Schuld gibt, sollte man lieber schauen wie man sich selber verbessern kann. Ich nehme an, es ist die für Trump sehr typische Strategie, vor dem Beginn von Gesprächen und Vereinbarungen, durch Drohungen und aggressives Gebaren Druck auf der Gegenseite zu erzeugen.

Er kennt und schätzt die Situation, wenn Verhandlungen in ein Duell einmünden. Eskalation und das Mit- und Ineinander von Andeutungen, von Halbwahrheiten und Behauptungen sind weitere Elemente seines Vorgehens der Einschüchterung. Dazu eine Sprache, die andere als permanente Bedrohung empfinden müssen.
Eben die Mixturen populistischen Sprechens.

Trumps Verhalten könnte bei seinen Gegnern und Partnern in zwei Richtungen verzweigen.
a) Entweder nimmt man ihn umso weniger ernst, je gröber er auftritt. Weil man sieht, dass in der amerikanischen Bürokratie später das meiste wieder klein gemahlen wird.

b) Oder es findet ein rapider Vertrauensschwund statt. Infolge dessen wird und muss sich die EU enger vereinbaren und zusammenschließen, um ihre unzweifelhaften Stärken besser zur Geltung zu bringen. Warum kaufen die “bösen” Amerikaner wohl deutsche Produkte?

Wenn man von Flughafenbau einmal absieht scheint ja doch eine gewisse Qualität vorhanden zu sein….
Zumindest bisher……und die EU Gegenspieler von Trump? Sorry, die sind keinen Deut besser! Es ist müssig all die unflätigen Bemerkungen gegenüber Trump und der USA aufzuzählen…

Die Politische Kultur ist längst zu einem Tanz der narzistischen Egomanen verkommen! wenn man es will kann man es auch so übersetzen:Die Deutschen sind schwierig,sehr schwierig;alternativ:die Deutschen sind schlimm,sehr schlimm.Das macht doch Sinn,oder. Good old Traditions: Schon vor Aufklärung wusste der Bauer, dass der eigene Misserfolg- und der Erfolg des Nachbar-Bauern, darauf zurück zu führen ist, dass die rothaarige Nachbars-Bauernfrau mit Satan im Bunde ist. Hat man dann seine Nachbarn der Inquisition übereignet, war man schlagartig tatsächlich wohlhabender als die. Die Ökonomie des Herrn Trump muss da irgendwo ihre Wurzeln haben. Die Übersetzung von “bad, very bad” in “böse, sehr böse” reiht sich ein die journalistischen Glanzleistungen bei Übersetzungen wie den folgenden:
“to make sense” – “das macht Sinn” – einen Sinn kann man nich machen! Etwas kann einen Sinn ergeben, aber machen kann man ihn nicht!
“all time high” – “aller Zeiten” – wenn es aller Zeiten wäre, dann käme danach nichts mehr, weil die Zeit dann für jenes zu Ende ist (Bei Dinosauriern gibt es demnach durchaus “der größte aller Zeiten”)

Es wäre schön, wenn die Journalisten wieder besser übersetzen würden – dann wären auch viele Missverständnisse bereits im Vorfeld ausgeschlossen! Lassen wir mal dahingestellt, ob und was Trump zu diesem Thema gesagt hat. Ich reise seit 1975 regelmäßig in die USA und eines kann ich bestätigen: The days of Detroit Motor Ctty are over. Als ich in den 70ern in die Staaten kam, gab es, abgesehen von ein paar Käfern und Hondas keine ausländischen Autos. Nur ganz Reiche leisteten sich einen Rolls, Jaguar oder Mercedes.

Der Bruch kam, weil die US-Autoindustrie es nicht schaffte, den Übergang vom Straßenkreuzer und Muscle Car zum sparsamen Fahrzeug mit Katalysator zu schaffen. Ich habe diese großen Malibus, T-Birds oder Camaros geliebt, und tue es immer noch. Als ich als Student 1 Jahr durch die USA fuhr, tat ich das in einem alten 68er Oldsmobile Kombi, in dem ich locker schlafen konnte und der 30 Liter auf 100 verbrauchte, das klassische V8-Blubbern inbegriffen.

Aber alles was danach kam, war gelinde gesagt Schrott, und so schlug die Stunde der Asiaten und Deutschen.
Es bleibt freilich die Frage, ob die Amerikaner die Autoproduktion in Mexiko subventionieren müssen mit eigener Arbeitslosigkeit. Vom Mehrwert der Aktionäre haben die Menschen im Rust Belt nämlich nichts – darum ist Donald Trump Präsident geworden. Wer den kleinen Clip im TV gesehen hat, wie er sich bei der Eröffnung nach vorne geschoben hat, dem wird klar, er kann nicht anders. Ich kann nur hoffen, dass die Amerikaner langsam in die Gänge kommen und diesen Mann (und ein Teil seines Gefolges) aus dem Verkehr ziehen.Trump hat sich vermutlich fürchterlich aufgeregt über das herzliche Willkommen für Barack Obama gestern in Berlin und die zur Schau gestellte Harmonie mit Frau Merkel. Als impulsgesteuerter Mensch haut er dann halt irgendeine Bemerkung raus, die selbstverständlich keine Substanz hat, denn dazu ist er nicht gebildet genug. Fakt ist, dass amerikanische Exportwaren wie Software-Lizenzen zu einem Teil überhaupt nicht in der Handelsbilanz auftauchen. Zum anderen ist der Anteil deutscher Autos auf US-Straßen keineswegs besonders hoch. Und weiterhin bauen die Deutschen ja selbst in den USA – BMW z.B. exportiert sogar aus den USA heraus. Also, viel Lärm um nichts. Es gibt keinen rechtlich bindenden Vertrag für die 2%, nur eine Absichtserklärung. Wenn wir uns auf die einzig legitime Kernaufgabe des Militärs, die Verteidigung gegen äußere Angriffe, beschränken, reicht das heutige Budget völlig aus. Am Hindukusch haben wir hingegen NICHTS verloren! In diesem Sinne soll und kann mit den USA verhandelt werden, dass das Budget beim heutigen Stand bleibt. Wir haben andere Probleme als das Geld nutzlos für Militäreinsätze -oft genug Angriffskriege wie gegen Irak- am anderen Ende der Welt rauszuschmeißen, wie es die USA tun. Nein, er hat alle Deutschen damit gemeint.

Er sagte doch, dass er das nicht positiv empfinde, wenn die Deutschen so viele Autos in die USA verkaufen.
Aber sie sind selbst schuld. In 10 Jahren stellt Chevrolet die Produktion in Europa ein.Vielleicht sollten sie überlegen, wie man bessere Autos herstellt?

Das geht doch genau nach marktwirtschaftlichem Prinizp, das was die Amerikaner immer so hoch gelobt haben. Das heisst Angebot und Nachfrage. Trump ist ein pathologischer Antigermanist und offensichtlich ein Feind der deutschen/ europäischen Wiedervereinigung. Sein Ziel ist es seinen Antigermanismus in den USA und in England wieder hoffähig zu machen. Wer vor diesem Hintergrund glaubt, dass die NATO noch eine Zukunft hat oder dass die EU von den Amis irgendwann einmal akzeptiert wird, ist naiv. Es wahrscheinlich nie einen Politiker gegeben, der für Deutschland gefährlicher gewesen wäre. Mit Partnerschaft und Freundschaft hat das nichts mehr zu tun. Ich hoffe, dass denen in Berlin das langsam auch klar wird. Das weiß die Bundesregierung auch. Das zeigt aber auch wie wirtschaftlich mächtig die Europäische Union ist. Sie hat insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Einwohner. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist der EU-Binnenmarkt der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt. Keiner zwingt amerikanische Unternehmen ihre Waren in der Europäischen Union zu verkaufen. Im Zusammenhang mit Trumps “Very-Bad” Aussage geht es auch um die geplante Erhöhung der Militärausgaben für die Nato, um die konstruierte Bedrohung Russland aufrecht zu erhalten. Hoffentlich sagen wir dieser Kriegstreiberer -NEIN. Wir sollten lieber mal wieder unser Land in schuss bringen, statt Gelder unsinnig für eine Fiktive Bedrohung zu verhauen. Der VW Konzern schafft den Umsatzrückgang auf seine ganz eigene Art und Weise. Unterstützt durch die deutsche Justiz, die jetzt auch bei Bosch eine Hausdurchsuchung durchführte. Basierend auf Vorgaben, die die Politik gegen die physikalischen Grundlagen gemacht hatte.

Aber wieso er gerade auf die deutschen Premium-Fabrikate so ein Augenmerk richtet, erschließt sich mir nicht. Denn es gibt genausoviele Autos aus dem Rest der Welt. Könnte es sein, dass Prestige, Technologie und Komfort ein wichtiges, vielleicht in diesen Kreisen sogar das wichtigste Kaufkriterium ist?

Dann hat die US-Automobiwirtschaft ein großes, hausgemachtes Problem. Und das ist intern, nicht extern zu lösen. Mal abgesehen davon, ob er es tatsächlich gesagt hat, frage ich mich, wo der große Aufreger ist. Trump KANN nicht anders sprechen. Das, was aus seinem Mund kommt, entspricht seinen Denkvorgängen. Man schaue sich nur seinen Eintrag bei der Holocaust-Gedenkstätte an. Wenn Trump von “bad, very bad” spricht, dann ist das alles, was er zu aus seiner Sicht negativen Punkten formulieren kann. Das geht gar nicht. Lieber nehmen die Europäer in Kauf, dass nur bedingt einsatzfähiges Material zur Verfügung steht. Da wird länderübergreifend rumgebastelt, und am Ende wird der Schwarze Peter hin und her geschoben. Airbus wäre heute froh, hätte man das Projekt Airbus A 400 nie angefasst.

Quelle: Ralph Ueltzhoeffer, Recht auf Meinung – Kunstprojekt Portrait 226.

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